Zement- und Kalkwerke Otterbein

125 Jahre Zement- und Kalkwerke Otterbein (1889-2014)

1889 schließt Georg Otterbein mehrere kleine Kalkbrennereien der Umgebung zu den „Kalkwerken Otterbein“ zusammen. Eine Marke entsteht. 1914 steigt die zweite Generation in das Unternehmen ein. August Otterbein modernisiert die Firma nach dem Ersten Weltkrieg u.a. durch eine Holzmühle und eine Siebmaschine und erweitert das Programm für Kalkprodukte marktgerecht. Der Anschluss an die Stromversorgung 1926 ermöglicht 1927 die erste elektrische Kugelmühle. Da die Landwirtschaft immer mehr Kalk nachfragt, wird Düngerkalk zunehmend wichtig und 1928 bereits in weitem Umfeld verkauft. 1930 wird – trotz der Weltwirtschaftkrise – kräftig modernisiert.

Für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wird viel Baukalk benötigt, wofür 1948 der erste Humboldt-Schachtofen mit Vierwalzen-Austrag in Betrieb geht. Josef Müller, die dritte Generation im Familienunternehmen, erweitert 1954 die Öfen und Mahlanlagen, rationalisiert 1956 die Arbeit im Steinbruch und entwickelt 1959 den Müser „Zementkalk“ mit hohen Festigkeiten. Mitte der 1960er Jahre entsteht auch ein Labor für die Qualitätsprüfung. In den 1970er Jahren werden ein neuer Ringschachtofen im Kalkbrennbetrieb sowie eine Mischanlage für Werktrockenmörtel in Betrieb genommen; außerdem wird die Silokapazität für Fertigprodukte erweitert und ein Verladebahnhof gebaut.

1980/81 beginnt der Einstieg in die Zementproduktion – der Beginn einer neuen Ära. Seitdem ist das Unternehmen in den drei Segmenten Kalk, Zement und Mörtel erfolgreich auf dem Markt. Zugleich tritt 1982 mit Winfried Müller die vierte Familiengeneration in das Unternehmen ein. Der Umweltschutz genießt seit jeher eine zentrale Bedeutung. In den Jahren 2007-2009 wird in neueste Gewebefilteranlagen zur Abgasreinigung investiert, die in hohem Maße dem Anspruch einer umweltfreundlichen Produktion gerecht werden. Mit dem Einsatz von Ersatzbrennstoffen und der Erweiterung der Mahlkapazität im Zementbereich werden nunmehr verstärkt energieeffiziente und CO2-reduzierte Zemente angeboten.

Die Zukunft wird gesichert, als Otterbein 1999 die Genehmigung für die Erweiterung des Kalksteinabbaus im Steinbruch erhält. Aktuell wurde zudem die Tieferlegung des Steinbruchs genehmigt, sodass die Rohstoffvorräte für die nächsten Jahrzehnte garantiert sind. 2013 tritt der Ur-Ur-Enkel des Unternehmensgründers, Dr. Christian Müller, in das Familienunternehmen ein. So wird als eine der wichtigsten Aufgaben langfristiger Unternehmenssicherung die Unternehmensnachfolge bei den Zement- und Kalkwerken Otterbein frühzeitig und konsequent vorbereitet.

Für das Jubiläum 2014 haben wir eine spannende Unternehmensgeschichte veröffentlicht, die auf einer eindrucksvollen Jubiläumsfeier im Steinbruch präsentiert wurde - begleitet von einer Ausstellung zur Firmengeschichte im Zelt neben dem Grundwassersee. Solch eine Kulisse wünscht man sich!

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