Siegwerk

In(k)novation. 100 Jahre Siegwerk Druckfarben AG (1906–2006)

Am 24. Februar 1906 trafen sich im Kölner Domhotel zwei Männer, die erst wenige Monate zuvor einen jahrelangen Streit beigelegt hatten. Denn beide hatten ein Verfahren entwickelt, Tiefdruckwalzen auf fotochemischem Wege zu gravieren. Ernst Rolffs besaß darauf ein Patent, das Dr. Eduard Mertens jedoch bestritt. Nach langen fruchtlosen Auseinandersetzungen entschlossen sich Rolffs und Mertens, die Erfindung gemeinsam zu verwerten und gründeten die „Deutsche Photogravur AG”. Damit schrieben Rolffs und Mertens Druckgeschichte. Die Siegburger Deutsche Photogravur AG war nicht nur eine der ersten Tiefdruckereien in Deutschland, sondern auch maßgeblich an der Entwicklung des Tiefdrucks zu einem industriell nutzbaren Druckverfahren beteiligt. Die Gesellschaft brachte Illustrationsdrucke von neuer Qualität in großen Mengen auf den Markt. Darüber hinaus entwickelte sie in Zusammenarbeit mit anderen Firmen Techniken und Farben, die das Tiefdruckverfahren grundlegend verbesserten. Daher der Buchtitel „In(k)novation”.

Eigentlich geht die Siegburger „Siegwerk Druckfarben AG” auf die 1830 gegründete Kattunfabrik „Rolffs & Comp” zurück. Weil aber die heutige Siegwerk-Group keine bunt bedruckten Leinenstoffe mehr herstellt, sondern Farben für die Druckindustrie, wählte die Unternehmenskommunikation des Siegwerks die Gründung „Deutschen Photogravur AG” im Jahre 1906 zum Ausgangspunkt der Firmengeschichte.

Heute erzielt das Siegwerk mit rund 4.000 Mitarbeitern einem Umsatz von 850 Millionen Euro (2007) und ist nach Zukäufen in der Schweiz, den USA, Indien und der Türkei der dritt- größte Druckfarbenhersteller der Welt, europä- ischer Marktführer bei Druckfarben für den Illustrationstiefdruck.

Das Geschichtsbüro hat im Auftrag des Siegwerks die Geschichte des Unternehmens recherchiert, geschrieben und gestaltet. Das Buch mit zahlreichen Abbildungen ist auf deutsch und englisch im GeschichtsbüroVerlag erschienen.

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