Heinrich Stamm

200 Jahre Heinrich Stamm (1815–2015)

Als Caspar Bernhard Stamm 1815 eine Drahtrolle errichtete, trat er in die Fußstapfen seiner Vorfahren, die bereits seit Generationen Draht zogen. Zugleich knüpfte er an die lange Tradition der Drahtherstellung im märkischen Sauerland an. Die Iserlohner Handwerker, unter ihnen die Familie Stamm, besetzten dabei eine besondere Nische: Sie zogen feinen und feinsten Draht. Unter Heinrich Stamm, dessen Namen das Unternehmen bis heute trägt, gelang der Schritt in die Industrialisierung. Die Drahtfabrik wuchs und fertigte mit modernen Maschinen feinen Draht, vor allem aus Kupfer, Messing und Bronze. Das Werk trotzte Kriegen, wirtschaftlichen Krisen und Rohstoffproblemen. Auch die Verwendungszwecke für die Drähte wandelten sich: Wurden sie lange Zeit zu Metalltüchern verwebt und zum Beispiel als Siebe für die Papierherstellung verwendet, kommen sie heute in verschiedensten Branchen zum Einsatz, in denen gleichmäßige mechanische Eigenschaften, geringste Abmessungstoleranzen und fehlerfreie Oberflächen erwartet werden. Das Stamm Feindrahtwerk gehört seit 2005 zu Hagener Feinstahl, dem selbstständigen, unabhängigen und mittelständisch geführten Unternehmen der Familie Bender.

Das Geschichtsbüro hat den Auftrag erhalten, zum Jubiläum des Unternehmens ein 48-Seiten-Buch zu recherchieren und zu schreiben. Es zeigt anschaulich und mit interessanten Bildern , wie sich die Kompetenz bei feinem und feinstem Draht in 200 Jahren entwickelte.

Denn bei Heinrich Stamm gilt bis heute: Keiner zieht feiner.

 

Die Herausforderung: Familienunternehmen zwischen Handwerk und Hightech.

Die Feinheiten: Drähte, feiner als ein Haar und in der Produktion kaum zu erkennen.

Der Wandel: vom Draht für Telegrafie bis zum Feinstdraht für Touchpads.

Das Ergebnis: 72 Seiten im eleganten, silbergrauen Einband.

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