Der Aufstieg von F. A. Seiler in Dessau und die Anfänge des Versandhandels

„Schnellste, sorgfältigste und beste Bedienung“

1876 gründete Joseph Seiler in Dessau ein kleines Tuchgeschäft und machte daraus ein großes Unternehmen – dank einer guten Idee: Seiler ließ Musterkarten kleben, mit denen Schneider ihren Kunden eine große Auswahl an Stoffen bieten konnten und wurde einer der größten Versandhändler Deutschlands. Um 1900 betrieb das Unternehmen ein eigenes Postamt und verschickte jährlich fast eine Million Pakete. „Schnellste, sorgfältigste und beste Bedienung“, so lautete der Anspruch und das Erfolgsgeheimnis des Händlers.
Im Buch beschreibt Geschichtsbüro-Projektleiterin und -Autorin Dr. Mechthild Hempe den Aufstieg von F. A. Seiler in Dessau und bettet ihn in die Geschichte des Versandhandels in Deutschland ein. Dass die Abläufe bei F. A. Seiler bestens organisiert waren, zeigt eine als Nachdruck im Buch enthaltene 48-seitige Broschüre von 1907 anhand von aufwändigen Abbildungen und erläuternden Texten. In ihr wird der Alltag bei F. A. Seiler lebendig.

Die fundierte Firmengeschichte mit einem nostalgischen Blick in das Versandgeschäft vergangener Tage ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen und für € 14,95,- im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-95462-597-0).

Das Buchprojekt wurde initiiert von Peter C. Lehmann-Bärenklau (1914-2013), dem letzten Inhaber des Unternehmens. Er hatte das Geschichtsbüro zuvor bereits beauftragt, die Geschichte der Tuchmacherei in Guben zu schreiben: Das Buch „Kette und Schuss“ erschien 2006 im Böhlau Verlag.

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