Wrede Industrieholding, Arnsberg
125 Jahre Wrede – eine dreifache Erfolgsgeschichte
Wrede – der Name des in Arnsberg angesiedelten mittelständischen Unternehmens steht für drei Erfolgsgeschichten: Im Jahre 1880 in Niederbergheim an der Möhne gegründet, später in Hüsten als Säge- und Sperrholzwerk ansässig, ab 1958 als DUROpal-Werk und später ab 1967/68 im Arnsberger Industriegebiet „Große Wiese“ stürmisch wachsend, hat sich das Unternehmen seit 1982 mit der Einführung des Holding-Konzepts organisatorisch und strategisch völlig neu aufgestellt.
Die erste Erfolgsgeschichte begann 1880, als Eberhard Wrede der Ältere die Niederbergheimer Mühle pachtete und als Sägemüller den Handel mit Grubenholz für die Kohlenzechen des Ruhrgebiets als lukratives Geschäft betrieb. 1920 übernahm sein Sohn Eberhard Wrede der Jüngere die Firma, die 1934 nach Hüsten umzog. Dort stellte er die Produktion um: Holzfässer für die Margarine-Industrie lösten das bis dahin eingeschnittene Grubenholz ab und ein Hobelwerk ergänzte das Sägewerk. Dieses galt seitdem geradezu als ein Vorzeigebetrieb, in dem alle Holzarten gesägt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte der Firmenchef erneut um und gliederte seinem Betrieb ein Sperrholzwerk an, wo er Tischler- und Furnierplatten, Multiplexplatten für den Schiffbau sowie Zimmertüren produzierte.
Das Jahr 1958 bezeichnet den Beginn der zweiten Erfolgsgeschichte. Eberhard Wredes Sohn Paul stellte die Produktion der Firma von Holz auf Kunststoff um. Unter dem Markennamen DUROpal führte er dekorative Schichtstoffplatten ein. Die Kunden für dieses verfahrenstechnisch aufwendige Produkt suchte man fortan nicht mehr nur in der eigenen Region, sondern auch weit darüber hinaus. Die Firma Wrede erschloss sich einen ganz neuen, und das heißt vor allem: einen internationalen Markt. Im Laufe der Jahre baute Geschäftsführer Helmuth Ofterdinger eine weltweite Verkaufsorganisation auf, betrieb ein systematisches Marketing und verwirklichte auf diese Weise Schritt um Schritt die Geschäftsphilosophie, sich mit dem besseren Produkt dem Wettbewerb zu stellen.
Nach der Zäsur durch den plötzlichen Tod von Paul Wrede 1982 begann die dritte Erfolgsgeschichte. In der Folgezeit beschlossen Andreas und Thomas Wrede, die Unternehmensgruppe aus der Holding heraus weiterzuentwickeln. Um das unternehmerische Risiko zu streuen und das Vermögen zu sichern, sollte neben einer Ausrichtung der Tochtergesellschaften auf Marktdurchdringung und Internationalisierung auch eine Diversifikation in neue Geschäftsfelder erfolgen. Der erste Schritt zur Umsetzung dieses Konzeptes erfolgte bereits 1986, als DUROpal in einen neuen Holzwerkstoffverbund mit der Pfleiderer-Gruppe eingebracht wurde. Nach dem Ausscheiden von Andreas Wrede 1987 begann der Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes mit Unterstützung des 1989 hinzutretenden neuen Geschäftsführers Helmut Schmidt.
In den 125 Jahren ihrer Geschichte hat sich die Firma Wrede dreimal ganz neu orientiert, aber eines ist sie dabei immer geblieben: ein Familienunternehmen.Zurück zu:
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