WMF

150 Jahre Württembergische Metallwarenfabrik WMF (1853–2003), Geislingen/Steige

Im Juli 1854 stellte auf der Münchener Industrieausstellung ein kleines Unternehmen aus Geislingen zum ersten Mal seine Metallwaren aus – „ein Sortiment schöner silberplattierter Waren”, wie der heimische Alb- und Filstalbote anerkennend schrieb. Straub & Schweizer, so der Name der jungen Firma, hatte allerdings noch keinen eigenen Stand auf der Messe. Vielmehr hatte die bereits gut eingeführte Göppinger Fabrik von Rau & Cie., später ein wichtiger Konkurrent von Straub & Schweizer, exklusiv den Vertrieb übernommen. In nur einer Generation entstand dann aus dem kleinen Geislinger Unternehmen ein weltweit agierendes Unternehmen. Als Württembergische Metallwarenfabrik WMF ist es heute eine Weltmarke.

Daniel Straub, der Gründer der WMF, wird zu Recht „der zweite Gründer Geislingens” genannt. Er baute florierende Fabriken auf, aus denen später die MAG und die WMF entstanden, und machte mit seiner Tatkraft aus dem verschlafenen Ort am Rande der schwäbischen Alb eine moderne Stadt. In der württembergischen Provinz begann im Jahr 1853 die Geschichte der WMF. Die Welt von Daniel Straub erfuhr damals gewaltige Veränderungen. Seine unternehmerische Initiative und die Chancen, die ihm die Zeit bot, machten ihn und die spätere Weltfirma WMF erfolgreich.

Auf Initiative der Württembergischen Vereinsbank fusionierte die Straub’sche Metallwarenfabrik 1880 mit einem Esslinger Unternehmen zur WMF und wurde gleichzeitig in eine Aktiengesellschaft – eine der ältesten in Württemberg – umgewandelt. Metallwaren für die bürgerlichen Haushalte der Gründerzeit waren das Geschäft der WMF AG. Eine beispielhafte Expansion setzte ein: Bis zum Ersten Weltkrieg entwickelte sich die WMF zum größten Arbeitgeber Württembergs mit insgesamt rund 6000 Beschäftigten, davon 4000 allein in Geislingen. Vor allem mit versilbertem Besteck (ein patentiertes Versilberungsverfahren schaffte hier den entscheidenden Wettbewerbsvorteil) und mit Hohlwaren, seit 1927 mit dem neuen Material Cromargan, entwickelte sich das Unternehmen bis heute zu einem führenden Anbieter in den Bereichen Tisch und Küche. Internationale Designmaßstäbe setzte WMF in den 1920er Jahren mit der Neuen Kunstgewerblichen Abteilung.

Das reich illustrierte Buch zur Geschichte der WMF schildert die Entwicklung des Unternehmens. Sein wirtschaftlicher Erfolg, die Produkte und das Design, aber auch die vielfältigen sozialen Einrichtungen werden spannend beschrieben und vor ihrem historischen Hintergrund verständlich. 150 Jahre WMF — aus der kleinen Geislinger Metallwarenfabrik des Müllersohnes Daniel Straub hat sich ein weltweit agierendes Unternehmen entwickelt, das an der Wende zum 3. Jahrtausend gut vorbereitet ist, um auch die nächsten 150 Jahre erfolgreich zu sein.

WMF-Homepage

Das sagen unsere Kunden:
„... das Wirtschaftsarchiv in Stuttgart hat gerade angerufen und ist voll des Lobes über das Jubiläumsbuch: „Toll geschrieben, sehr gute Bildauswahl, sehr lebendig”, dies sei die beste Firmenjubiläumsschrift, die sie bisher gesehen hat.”(WMF AG)

Aus dem Inhalt

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