Schreibworkshop für Archivare

Schreibworkshop „Geschichte erzählen”
für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Firmenarchiven

Der dreitägige Geschichtsbüro-Workshop „Geschichte erzählen” richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Firmenarchiven, die im Rahmen ihrer Tätigkeit populärwissenschaftliche Texte für die interne oder externe Nutzung verfassen und die ihre Fähigkeiten in diesem Bereich verbessern wollen. Im Arbeitsalltag bleibt meist keine Zeit, sich bewusst mit den Besonderheiten von Texten auseinanderzusetzen, die nicht primär an ein wissenschaftliches Publikum gerichtet sind. Hierzu soll der Workshop Raum bieten.
Ziel des Schreibworkshops ist es, (populär-)historische Texte lebendiger und spannender zu gestalten, um die Leser besser zu erreichen. Dabei wird mit Methoden aus der Erzählforschung gearbeitet, ohne jedoch die besonderen Bedingungen historischer, also nicht-fiktionaler Texte aus dem Blick zu verlieren. Im Mittelpunkt stehen die Grundstrukturen historischen Erzählens und nicht einzelne Textsorten (wie z.B. Zeitungsartikel, Buch, Rede).

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erproben die vorgestellten Techniken in praktischen Übungen und loten jeweils aus, wo Gestaltungsspielräume, aber auch Grenzen liegen. Dabei arbeiten sie an Themen, die sie aus ihrem Arbeitsumfeld mitbringen. Im Austausch ihrer Erfahrungen in der Gruppe erweitern sie das Repertoire ihrer Darstellungsmöglichkeiten und machen sich die Anforderungen, die an ihre Texte gestellt werden, bewusst. Darüber hinaus reflektieren sie den Prozess des Schreibens historischer Texte und seine effiziente Gestaltung.
Die Arbeitsweise des Workshops ist stark praxisorientiert und schließt Inputs, Diskussionen, v. a. aber Schreibübungen und – je nach Gruppengröße – Kleingruppenarbeiten ein.

Der Schreibworkshop findet in den Räumen der Unternehmen und nur für die Mitarbeiter der Unternehmen statt. Diese relativ intime Atmosphäre erlaubt es, auch heikle firmenintere Fragen offen anzusprechen und zu klären.

Der Schreibworkshop fand erstmals im Oktober 2008 im Archiv der Siemens AG in München statt.

Inhalte

  • Erwartungen klären
  • firmenhistorische Texte im Spannungsfeld der Anforderungen und Erwartungen
  • Geschichten im Material finden (erzählerische Konzepte für firmenhistorische Texte/den „roten Faden“ entwickeln)
  • Spannungsbögen für historische Texte nutzen
  • Visualisierungstechniken zur Textplanung
  • Möglichkeiten der Zeitgestaltung in historischen Texten
  • erzählerischer Umgang mit Lücken im Material
  • Arbeit mit Bildern
  • Adressatenorientierung
  • kreative Schreibtechniken
  • Schritte im Schreibprozess und Reflexion des eigenen Arbeitsstils
  • Maßstäbe für gelungene Texte entwickeln und reflektieren

Rahmenbedingungen

  • Dauer: 3 Tage
  • Termin: nach Vereinbarung
  • Gruppengröße: 4 bis 12 Archivmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die in ihrem Arbeitsalltag populärwissenschaftliche firmenhistorische Texte verfassen und bereit sind, sich offen über ihre Arbeit auszutauschen
  • Konzeption und Durchführung: Dr. Ulrike Lange (Köln/Ruhr-Universität Bochum)
  • Ansprechpartner: Dr. Dirk Reder; reder@geschichtsbuero.de; 0221-2799334



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