Rodenstock
AugenBlicke – Die Geschichte der Optischen Werke G. Rodenstock, München (Piper) 2003
Als im Jahr 1860 der 14-jährige Josef Rodenstock mit nur anderthalb Talern in der Tasche loszog, um als fahrender Händler Kurzwaren, Brillen und Barometer zu verkaufen, da ahnte niemand, dass daraus einmal die erfolgreichen und weltbekannten „Optischen Werke G. Rodenstock” werden sollten.
Bereits vom heimatlichen Ershausen (im sächsischen Eichsfeld) aus hatte Josef Rodenstock gemeinsam mit seinem Vater einen erfolgreichen Handel mit „mathematischen & physikalischen Instrumenten” aufgezogen. 1877 eröffnete Josef Rodenstock in Würzburg seine erste Werkstatt, um sich ganz seiner Leidenschaft, der Augenoptik, zu widmen. 1879 wurden seine ersten „verbesserten Augengläser” patentiert, und 1882 gründete er seine erste Filiale in München mit einem für damalige Zeiten geradezu revolutionären Untersuchungsraum für Refraktionsbestimmungen anhand eines „Brillen-Anmess-Apparates”, kurz: für die individuelle Sehfehlererkennung und -berichtigung.
Damit stand der industriellen Produktion von Brillengläsern nichts mehr im Weg.
Im Jahr 2002 feiern die Optischen Werke G. Rodenstock ihr 125-jähriges Jubiläum. War die Brille anfangs nur „Sehhilfe”, so ist sie heute ein Instrument der „Gesichtswahrung” und unterstreicht die Persönlichkeit des Brillenträgers. Vor diesem Hintergrund wird hier eindrucksvoll die ungewöhnliche Firmengeschichte eines der bekanntesten deutschen Markenunternehmen beschrieben.
Eine Kurzfassung der Geschichte findet sich auf der Homepage von Rodenstock.
Das reich illustrierte Buch ist im Münchener Piper Verlag (ISBN 9783492044820) erschienen und über den Buchhandel für 29,90 Euro erhältlich.
Eine Rezension des Buches ist bei H-Soz-U-Kult erschienen.
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