KAISER GmbH & Co. KG, Schalksmühle

Momente. Erinnerungen aus dem Leben der Unternehmerfamilie KAISER in Schalksmühle. 1904–2004

Am 7. Dezember 1904 gründeten Walther Kaiser (1878–1923) und Ernst Spelsberg in Schalksmühle das Unternehmen „Kaiser & Co., Elektrische Spezialfabrik”, im Frühjahr 1905 „war die Fabrik mitsamt dem hohen Schornstein fertiggestellt”. Produziert wurden anfangs Isolierrohre (das „Kaiserrohr”) für die zunehmende Elektrifizierung. Rasch wurde die Produktpalette für die Elektroinstallation ausgeweitet.

Seit 1904 hat KAISER immer wieder für innovative Fortschritte in der Elektroinstallationstechnik gesorgt und in den Produktbereichen Unterputz, Hohlwand und Betonbau mit neuen Produktlinien – wie HaloX und KompaX für den Einbau von Leuchten und Lautsprechern in Betondecken – eigene Standards gesetzt. Dabei baut KAISER immer auf Tradition und Fortschritt.

Im Bereich Elektroinstallationsprodukte gehört Kaiser heute zu den Marktführern in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt rund 270 Mitarbeiter, davon allein 160 am Hauptsitz Schalksmühle. Gemeinsam mit den Tochterunternehmen, der Schweizer Agro AG und der Firma Plastic Color in Belgien, expandiert Kaiser erfolgreich im europäischen Ausland. Zusammen mit den ausländischen Tochterunternehmen und einem internationalen Vertriebsnetz sieht man sich heute als leistungsstarker, europaweiter Unternehmensverbund.

Aus dem Buch:

„Ein Blick über die Höhen um Schalksmühle. Mitten im modernen Gewerbegebiet Ramsloh liegt die Fabrik der Firma Kaiser, ein innovativer und traditionsreicher Betrieb der eingesessenen Schalksmühler Elektroindustrie. Die ersten Ursprünge dieses Unternehmens, Jahrzehnte vor der eigentlichen Gründung im Jahr 1904, liegen gleich auf der Höhe gegenüber, in Wippekühl. Dort gründete der Urahn Friedrich Wilhelm Kaiser Anfang der 1870er Jahre seine Familie und dort fasste er den Entschluss, am Lauenscheider Ohl unten im Volmetal eine eigene Schmiede aufzubauen. Friedrich Wilhelms Sohn Walther schließlich gründete 1904 seine eigene Fabrik für elektrotechnisches Zubehör – die heutige Firma Kaiser – in Schalksmühle, mit gutem Anschluss an die Eisenbahn. Und fast ein Jahrhundert später bezog die Firma Kaiser in der dritten Generation im Jahr 1989 die neuen Gebäude im Gewerbegebiet Ramsloh.

Jahrzehnte vor der Gründung von Kaiser legten also Friedrich Wilhelm Kaiser und seine Frau Eleonore, geb. Groll, in Wippekühl und am Lauenscheider Ohl den Grundstock für den Erfolg ihres Sohnes Walther. Ihr Unternehmergeist prägte die wachsende Großfamilie auf dem Lande. Zwischen Schmiede und Büro oder auch als Lehrer gründeten fast alle Familienmitglieder ihre eigene Existenz und ließen dabei das traditionell vorbestimmte Leben als Landwirt hinter sich. Die Familie Kaiser fand damals ihren eigenen Weg in die moderne Industriegesellschaft.”





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