Jungheinrich

60 Jahre Jungheinrich, Hamburg (1953–2013)

1953 gründete Friedrich Jungheinrich die H. Jungheinrich & Co. Maschinenfabrik und gliederte damit seine Produktion mechanischer Transportgeräte aus der 1908 gegründeten väterliche Im- und Exportfirma aus. Friedrich Jungheinrich ist Unternehmer in der dritten Generation: Sein Großvater Johann Georg Jungheinrich bewirtschaftete das Gut Hetzeberg in Ettenhausen nahe Eisenach. Friedrichs Vaters, Hermann Richard Jungheinrich, war seit den 1890er Jahren kaufmännischer Direktor des Maschinen¬handels¬unter¬nehmens „Malcomess & Co. Ltd“ im südafrikanischen East London, wo 1899 sein Sohn Friedrich geboren wurde. 1908 kehrte Hermann Richard Jungheinrich mit seiner sechsköpfigen Familie zurück nach Deutschland und gründete in Hamburg eine Im- und Exportfirma. Nach Kriegsende baute Friedrich Jungheinrich eine eigenständige Maschinenbauabteilung in der väterlichen Firma auf. 1949 entwickelte er seinen ersten Elektro-Plattformhubwagen, 1953 folgte ein Vierrad-Gabelstapler. Schnell ist der Name „Ameise“ – synonym für Fleiß und Leistungsbereitschaft – für die Produkte gefunden. Wie ihre Vorbilder aus dem Reich der Insekten können die Jungheinrich-„Ameisen“ ein Vielfaches ihres eigenen Gewichts heben und transportieren. Bald wird das väterliche Unternehmen für Friedrich Jungheinrich und seine „Ameisen“ zu eng. 1953 gründete der damals 54-jährige Ingenieur die H. Jungheinrich & Co. Maschinenfabrik – Startschuss für eine bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte.

In den nächsten Jahrzehnten erlebte das Unternehmen einen bemerkenswerten Internationalisierungs- und Globalisierungsprozess, diversifizierte seine Produktpalette, stieg in den Bereich Lagersysteme ein und entwickelte Vertrieb und Service zu zentralen Standbeinen. Nach dem Tod des Unternehmensgründers 1968 blieb Jungheinrich unter seinen beiden Töchtern Ursula Lange und Hildegard Wolf und deren Ehemännern ein selbstständiges Familienunternehmen. In Norderstedt und Lüneburg entstanden modernste Werke. 1990 wandelte sich das Unternehmen zur Aktiengesellschaft und errichtete Produktionen im Ausland. Trotz dieser Veränderungen blieb Jungheinrich ein technik- und servicegetriebenes Familienunternehmen mit viel Gespür für die Markterfordernisse.

Zum 60-jährigen Jubiläum hat Jungheinrich das Geschichtsbüro damit beauftragt, die verstreuten Unterlagen zur Unternehmensgeschichte zu einem professionellen Archiv zusammenzutragen. Außerdem recherchieren und schreiben wir die Firmengeschichte, die Anfang 2013 als 120-seitiges Buch erscheinen soll.





Zurück zu:



 

© Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer – [ Kontakt / Impressum ]