Familien- und Firmengeschichte Schoeller

Familie Schoeller. 500 Jahre unternehmerische Verantwortung (1513-2013)
Familien- und Firmengeschichte im Spannungsfeld der europäischen Geschichte

Seit rund 500 Jahren ist aus der Eifel stammende Familie Schoeller in den Bereichen Metallherstellung und -verarbeitung, Papierherstellung, Textil (Tuch- und Teppichherstellung, Spinnerei, Zellulose), Zucker, Eisenbahn, Schifffahrt, Verpackung und Logistik und vielen anderen Branchen erfolgreich tätig. Die ältesten Spuren führen in die Eifel: Im Jahre 1458/59 ließ der Graf von Manderscheid-Blankenheim, dem damals weite Gebiete der Eifel gehörten, sich selbst und den Angehörigen seines Hofes neue Schuhe und Stiefel anmessen oder reparieren. Anlass war möglicherweise, dass der Kaiser seine Familie im Jahr zuvor in den Reichsgrafenstand erhoben hatte. Neue Schuhe bekam damals auch „Johannes der Scholer“, der „Schryver“, also der Sekretär oder Rentmeister der Burg.

Diese 550 Jahre alte Schusterrechnung ist zwar nicht der älteste Hinweis auf die Familie (von) Schoeller, aber nur von dieser Linie aus führt eine lückenlos nachweisbare Generationenfolge zur Dürener Unternehmerfamilie Schoeller und damit zu den heutigen Familienzweigen. Offenbar machte die Familie des Rentmeisters Scholer Karriere: Bereits 1491 spielten die Schoellers eine wichtige Rolle in der prosperierenden Eisenindustrie des Schleidener Tals, deren Blühen die Grafen von Manderscheid Reichtum und Macht verdankten. In den späteren Jahrhunderten entwickelte sich die Familie von Düren aus zu einer bedeutenden deutschen und europäischen Kaufmanns- und Fabrikantenfamilie.

Das Geschichtsbüro hat bereits die Geschichten der Schoeller-Firmen Anker Teppichboden und Zuckerfabrik Jülich geschrieben. Anfang Juni 2010 findet der nächste Schoeller-Familientag statt. Dazu wird das Geschichtsbüro auf rund 180 Seiten die Geschichte der Familie und ihrer Unternehmungen neu darstellen. Die letzten umfassenden Publikationen zur Familiengeschichte stammen aus den Jahren 1894 und 1910. Zusätzlich werden alle rund 30 Firmen porträtiert, die heute noch im Besitz von Familienmitgliedern sind, vor allen die sechs großen Schoeller-Firmen in Düren (Anker Teppichboden und Schoellershammer), Hellenthal (Schoeller Werk für geschweißte Edelstahlrohre), Hamburg (Reederei Schoeller), München (Schoeller Industries) und Osnabrück (Papierfabrik Felix Schoeller).



Zurück zu:



 

© Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer – [ Kontakt / Impressum ]