Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
50 Jahre DLR-Standort Lampoldshausen „Institut für Raumfahrtantriebe” (1959–2009)
Im Jahr 1959 gründete der Raketenexperte Prof. Dr. Eugen Sänger (1905–1964), Leiter des Instituts für die Physik der Strahlantriebe (FPS) der Universität Stuttgart, im Harthäuser Wald bei Lampoldshausen ein Testgelände für Raketentriebwerke, das heutige „Institut für Raumfahrtantriebe” des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Zwei Jahre zuvor hatte die Sowjetunion den ersten Satelliten „Sputnik” ins All geschossen und damit der ganzen Welt ihren raketentechnischen Vorsprung demonstriert.
Sänger suchte für sein 1954 gegründetes Stuttgarter Institut ein geeignetes Gelände zum Betrieb von Raketenprüfständen und fand es schließlich in Lampoldshausen, wenige Kilometer nördlich von Heilbronn. Im Oktober 1959 überzeugte Sänger die skeptischen Bürger der Region davon, der Einrichtung des Versuchsgeländes in ihrer Gemeinde zuzustimmen.
Das gilt als Geburtsstunde des DLR-Standorts Lampoldshausen und des „Instituts für Raumfahrtantriebe”, das im Jahr 2009 sein 50-jähriges Jubiläum feiern kann.
Um dieses 50-jährige Jubiläum für die interne Kommunikation und die Öffentlichkeitsarbeit des Instituts zu nutzen, wurden verschiedene, über das Jahr 2009 verteilte Veranstaltungen umgesetzt. Grundlage für diese Aktivitäten war eine Standort- und Institutsgeschichte, die das Geschichtsbüro erforscht und im Rahmen verschiedener Medien präsentiert hat.
Dazu gehören:
- ein 5-minütiger Film für eine Mitarbeiterveranstaltung (Dezember 2008)
- eine Broschüre über die Einrichtungen des Standortes und deren Geschichte (Januar 2009)
- ein 15-minütiger Dokumentarfilm, der die Geschichte des Standortes seit seiner Gründung im Jahr 1959 mit eindrucksvollen Bildern erzählt (April/Mai 2009)
- ein umfangreiches Buch über die Geschichte des Standorts und seine Bedeutung für die europäische Raumfahrt (August 2009)
Homepage des DLR-Standortes Lampoldshausen
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